{"id":111,"date":"2021-07-01T12:27:54","date_gmt":"2021-07-01T12:27:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.yogashaanta.ch\/?page_id=111"},"modified":"2021-12-27T13:23:46","modified_gmt":"2021-12-27T13:23:46","slug":"die-yogischen-atem-techniken","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.yogashaanta.ch\/index.php\/die-yogischen-atem-techniken\/","title":{"rendered":"Allgemeines"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-147\" src=\"https:\/\/www.yogashaanta.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/image6.jpg\" alt=\"\" width=\"533\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.yogashaanta.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/image6.jpg 533w, https:\/\/www.yogashaanta.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/image6-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 533px) 100vw, 533px\" \/>Jeder Mensch atmet pro Tag etwas 20&#8217;000 \u2013 30&#8217;000 Mal ein und aus. Die meisten Menschen tun dies unbewusst und dies birgt Gefahren, da die Atemgewohnheiten oftmals schlecht und wenig effektiv sind. H\u00e4ufig wird dadurch eine Menge verbrauchte Luft in den Lungen angesammelt was m\u00fcde und antriebslos macht. Falsches atmen kann ein Stressfaktor sein, es \u00e4ussert sich durch zu flachen und kurzen Atemz\u00fcgen. Dies verhindert, dass die ca. 4 Liter Blut im Menschen ausreichend Sauerstoff erhalten. Als Resultat k\u00f6nnen nicht alle Giftstoffe abtransportiert werden was zu einer Vergiftung von Zellen und Organen f\u00fchren kann. Viele Menschen f\u00fchlen sich deshalb oft tr\u00e4ge und niedergeschlagen. Richtiges Atmen Ein- und Ausatmen immer durch die Nase. Nach jedem Ein- bzw. Ausatmen eine kurze Atempause machen (2-5 Sek.) damit der Sauerstoff in die Zellen gelangen kann. Richtiges Atmen entspannt unseren Geist, Muskeln, Organe und verhilft Spannungen in unserem Organismus zu verhindern. Richtiges Atmen bedeutet inneren Frieden und Ruhe zu gewinnen.<\/p>\n<p>Die Reinheit des K\u00f6rpers ist notwendig f\u00fcr das Wohlbefinden. W\u00e4hrend gute Gewohnheiten, wie etwa Baden, den K\u00f6rper \u00e4u\u00dferlich reinigen, so reinigen ihn Asanas und Pr\u00e3n\u00e3y\u00e3ma von Innen.<\/p>\n<p>Pr\u00e3n\u00e3y\u00e3ma s\u00e4ubert die Lungen und f\u00fcllt sie mit Luft, f\u00fchrt dem Blut Sauerstoff zu und reinigt die Nerven.<\/p>\n<p>Prana bedeutet Atem, Atmung, Leben, Vitalit\u00e4t, Wind, Energie oder Kraft. Das Wort bezeichnet u.a. die vitalen Atemz\u00fcge. Ayama bedeutet L\u00e4nge, Ausdehnung, Ausstrecken oder Zur\u00fcckziehen. So bedeutet Pr\u00e3n\u00e3y\u00e3ma die Ausdehnung des Atems und seine Beherrschung \/ Kontrolle.<\/p>\n<p>Es gibt 3 Funktionen des Atems:<\/p>\n<ul>\n<li>Einatmen \u2013 P\u00fbraka (sich ausf\u00fcllen)<\/li>\n<li>Ausatmen &#8211; Rechaka (Entleeren der Lungen)<\/li>\n<li>Anhalten des Atems \u2013 Kumbhaka<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es gibt 2 Arten von Kumbhaka\u2019s<\/p>\n<ul>\n<li>Antara Kumbhaka \u2013 Anhaltung des Atems nach vollst\u00e4ndiger Einatmung<\/li>\n<li>Bahaya Kumbhaka \u2013 Anhaltung des Atems nach vollst\u00e4ndiger Ausatmung<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das Bahaya Kumbhaka darf erst ausgef\u00fchrt werden, wenn das Antara Kumbhaka zur Gewohnheit geworden ist.<\/p>\n<p>Atme immer durch die Nase, es sei denn, die ausdr\u00fcckliche Anweisung lautet anders. Versuche, den Atem mit dem Asana zu koordinieren.<\/p>\n<p>Das Leben des Yogi bemisst sich nicht nach der Zahl seiner Lebenstage, sondern nach der Anzahl seiner Atemz\u00fcge. Darum befolgt er die rhythmische Vorlage eines reinen, langen und tiefen Atmens. Diese Rhythmen st\u00e4rken das Atemsystem bes\u00e4nftigen die Nerven und verringert die Begierde. Es dauert lange, bis an gleichm\u00e4ssiges und reines Ein- und Ausatmen gelernt hat.<\/p>\n<p>Pr\u00e3n\u00e3y\u00e3ma-\u00dcbungen sind spezielle Atemtechniken und ein wichtigen Bestandteil des klassischen Yoga. Mit den \u00dcbungen wird also der Atem unter Kontrolle gebracht, damit er seine Funktion optimal erf\u00fcllen kann und es werden g\u00fcnstige Voraussetzungen geschaffen, damit sich die Lebensenergie entfalten kann. Wir k\u00f6nnen uns den Vorgang wie ein Feuer vorstellen, dass still vor sich hin glimmt und raucht, wenn der Ofen oder Kamin nicht gereinigt wird oder das Feuer zu wenig mit Sauerstoff versorgt wird. Das gleiche Feuer ist voller Kraft und verstrahlt viel W\u00e4rme und Licht, wenn es richtig gesch\u00fcrt wird.<\/p>\n<p>Die Yogis lehren: so wie der Mensch atmet, so ist er, so denkt er, so f\u00fchlt er, so ist er gestimmt, so liegt, sitzt und handelt er. Der Satz kann nun umgedreht werden: So wie der Mensch denkt, f\u00fchlt, ist oder handelt so atmet er. Am besten ist die Qualit\u00e4t des Atems, wenn er rhythmisch langsam, flie\u00dfend und fein ist. Dann str\u00f6mt am meisten Prana (Lebensenergie) ein und dann zirkuliert es am besten durch den K\u00f6rper bzw. seine Energiefelder. Die Qualit\u00e4t des Atems ist ma\u00dfgebend f\u00fcr das vegetative Nervensystem und damit auch jede K\u00f6rperfunktion, die damit verbunden ist. Sie st\u00e4rkt das Gem\u00fct, was die Stimmung hebt und aktiviert jede Gehirnt\u00e4tigkeit.<\/p>\n<p>Pranayama wirkt sehr intensiv auf den K\u00f6rper und das vegetative Nervensystem. Es darf nur nach Absprache mit dem Lehrer praktiziert werden.<\/p>\n<p><strong>Einige Hinweise:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die beste Zeit f\u00fcr die \u00dcbung ist der fr\u00fche Morgen (besonders vor Sonnenaufgang) und die Zeit nach Sonnenuntergang<\/li>\n<li>Die besten Jahreszeiten um mit Pranayama zu beginnen, sind Fr\u00fchling und Herbst da das Klima dann m\u00e4\u00dfig ist.<\/li>\n<li>Pranayama sollte an einem sauberen, luftigen Ort ge\u00fcbt werden. Da L\u00e4rm innere Unruhe schafft, sollte man in ruhigen Stunden \u00fcben<\/li>\n<li>Pranayama sollte vorzugsweise mit leerem Magen ausgef\u00fchrt werden<\/li>\n<li>Eine Halbe Stunde nach dem Pranayama kann leichte Nahrung eingenommen werden<\/li>\n<li>Die Hathayogapradipika&nbsp;&nbsp;verlangt, dass Pranayama viermal am Tag ge\u00fcbt wird. In unserem unruhigen Zeitalter ist dies kaum m\u00f6glich. Deshalb wird empfohlen, mindestens 15 Minuten am Tag zu \u00fcben.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder Mensch atmet pro Tag etwas 20&#8217;000 \u2013 30&#8217;000 Mal ein und aus. 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