{"id":113,"date":"2021-07-01T12:29:34","date_gmt":"2021-07-01T12:29:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.yogashaanta.ch\/?page_id=113"},"modified":"2024-02-09T09:45:16","modified_gmt":"2024-02-09T09:45:16","slug":"die-essenz-des-klassischen-yoga","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.yogashaanta.ch\/index.php\/die-essenz-des-klassischen-yoga\/","title":{"rendered":"Die Essenz des klassischen Yoga"},"content":{"rendered":"<p>Der Ursprung des Yoga. Die uralten Pfade des Yoga: Mythen, Legenden und Urspr\u00fcnge einer zeitlosen Praxis.<br \/>\nIn den indischen Veden, einer Sammlung von Texten aus Indien, die bis heute erhalten geblieben sind, finden sich Hinweise darauf, dass die Menschen in Indien bereits vor \u00fcber 3.500 Jahren meditierten und Pranayama-\u00dcbungen durchf\u00fchrten.<br \/>\nDer mythologische Ursprung von Yoga liegt in den alten vedischen Schriften Indiens, insbesondere in den Vedas und den Upanishaden. In diesen Texten finden sich mythologische Erz\u00e4hlungen und allegorische Beschreibungen, die die philosophischen Konzepte und Praktiken des Yoga symbolisieren. Eine der bekanntesten mythologischen Erz\u00e4hlungen ist die des Halbgottes Lord Shiva, der als erster Yogi angesehen wird und das Wissen des Yoga an seine Frau Parvati weitergibt. So glauben es zumindest die Shivaiten, die Anh\u00e4nger Shivas.<br \/>\nEine andere Geschichte erz\u00e4hlt von Lord Krishna, der in der Bhagavad Gita, einem wichtigen yogischen Text, Yoga-Praktiken und -Prinzipien offenbart. Diese mythologischen Geschichten dienen als Grundlage f\u00fcr die Entwicklung und Interpretation von Yoga-Philosophie und -Praxis im Laufe der Jahrhunderte.<br \/>\nEine \u00e4ltere Geschichte, die von den Vishnuiten, den Anh\u00e4nger Vishnus und im Vishishtadvaita erz\u00e4hlt wird, begr\u00fcndet den Ursprung auf Vishnu.<br \/>\nLord Vishnu gilt als Erhalter der Welt, er ist der Sonnengott. Im Gegensatz zu Brahma und Shiva ist Vishnu eher gem\u00fctlich, am liebsten liegt er auf seiner Couch, der endlosen Schlange Adisesha, die ihn \u00fcber den &#8222;Ocean of Tranqulity&#8220; tr\u00e4gt und beobachtet die Welt.<br \/>\nAdisesha, auch bekannt als Ananta, ist eine mythologische Schlange in der vedischen Tradition, die oft als die endlose Schlange dargestellt wird. Sie wird als die kosmische Schlange angesehen, die Vishnu tr\u00e4gt, wenn er ruht oder meditiert. Adisesha symbolisiert die kosmische Energie und Unendlichkeit. In den Darstellungen wird sie oft mit mehreren K\u00f6pfen oder Kapuzen gezeigt und ist normalerweise mit dem Meer oder einem Ozean verbunden, da sie Vishnu \u00fcber den &#8222;Ocean of Tranquility&#8220; tr\u00e4gt. Ihre Bedeutung erstreckt sich \u00fcber die rein physische Welt hinaus und symbolisiert auch das Unterbewusstsein und die kosmische Ordnung.<br \/>\nSeine Gef\u00e4hrtin ist Lakshmi die G\u00f6ttin der Sch\u00f6nheit, des Gl\u00fccks und des Reichtums.<br \/>\nVishnu ist st\u00e4ndig besorgt. Sein gr\u00f6\u00dftes Ziel ist, dass alle Lebewesen dieser Erde gl\u00fccklich sind! Sobald er sp\u00fcrt, dass die Dinge auf der Erde nicht ihren rechten Weg gehen, inkarniert er sich selbst, um wieder Balance zwischen allen Dingen zu schaffen. Buddha und Krishna gelten als Inkarnationen (Avatar) von Vishnu.<br \/>\nEines Tages als Vishnu mal wieder auf seiner Couch lag, kam ihm eine grandiose Idee! Er schickt seine Schlange Adisesha als einen Heiligen auf die Erde um den Menschen Yoga nahe zu bringen, da das Vishnus Meinung nach die beste Methode ist um gl\u00fccklich zu werden. Die Legende sagt das Patanjali dieser Heilige ist. Er kodifiziert die Schl\u00fcssel zum Gl\u00fccklichsein in der Form der Yoga Sutren, einer der bis zum heutigen Tag wichtigsten Yoga Schriften \u00fcberhaupt.<\/p>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-114 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.yogashaanta.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/1589370895.jpg\" alt=\"\" width=\"617\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/www.yogashaanta.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/1589370895.jpg 617w, https:\/\/www.yogashaanta.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/1589370895-300x112.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/h2>\n<p>Um die Zeitwende entstanden die Yoga-S\u00fbtras des Pata\u00f1jali. In diesen findet sich der 8-gliedrige Yoga-Pfad (Asthanga Yoga), welcher bis heute als Essenz des \u201eklassischen Yoga\u201c angesehen wird.<br \/>\n<strong>8-tung:<\/strong>&nbsp;Das klassische Ashtanga Yoga von Patanjali darf nicht verwechselt werden mit dem modernen Ashtanga Yoga welche von Pattabhi Jois entwickelt wurde.<\/p>\n<p>Es ist ein \u00dcbungsweg&nbsp;<strong>mit 8 Stufen.<\/strong>&nbsp;Dieser Weg wird von einem Mensch begangen, welcher Samadhi (Meditation als Zustand der Nichtgeteiltheit) anstrebt.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>YAMA (allgem. Regeln)<\/strong><br \/>\na) Gewaltlosigkeit<br \/>\nb) Wahrhaftigkeit<br \/>\nc) Ehrlichkeit<br \/>\nd) Keuschheit<br \/>\ne) Besitzlosigkeit<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die erste Stufe, Yama sind ethische allgemeine Haltungen.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong>NIYAMA (besondere Regeln)<\/strong><br \/>\na) Reinheit<br \/>\nb) Gen\u00fcgsamkeit, Zufriedenheit<br \/>\nc) Askese<br \/>\nd) Studium der Schriften<br \/>\ne) Gottergebenheit<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die zweite Stufe, Niyama sind Verhaltensregeln, die sich auf die pers\u00f6nliche Disziplin beziehen.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong>ASANA<\/strong>&nbsp;(Sitzhaltung \/ K\u00f6rperhaltung)<\/li>\n<li><strong>PRANAYAMA<\/strong>&nbsp;(Atemlenkung\/Atemachtsamkeit)<\/li>\n<li><strong>PRATYAHARA<\/strong>&nbsp;(Zur\u00fcckziehen der Sinne)<\/li>\n<li><strong>DHARANA<\/strong>&nbsp;(Konzentration)<\/li>\n<li><strong>DHYANA<\/strong>&nbsp;(Meditation, Versenkung)<\/li>\n<li><strong>SAMADHI<\/strong>&nbsp;(Eins-Sein)<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ursprung des Yoga. 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