{"id":42,"date":"2021-07-01T11:58:43","date_gmt":"2021-07-01T11:58:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.yogashaanta.ch\/?page_id=42"},"modified":"2021-12-27T12:36:42","modified_gmt":"2021-12-27T12:36:42","slug":"yoga-und-ernaehrung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.yogashaanta.ch\/index.php\/yoga-und-ernaehrung\/","title":{"rendered":"Yoga und Ern\u00e4hrung"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-321\" src=\"https:\/\/www.yogashaanta.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Essen.jpg\" alt=\"\" width=\"552\" height=\"736\" srcset=\"https:\/\/www.yogashaanta.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Essen.jpg 895w, https:\/\/www.yogashaanta.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Essen-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.yogashaanta.ch\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Essen-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 552px) 100vw, 552px\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Menschen sind die einzigen Gesch\u00f6pfe, die essen auch wenn sie keinen Hunger haben. Im Allgemeinen leben sie um zu essen und essen nicht, um zu leben. Wenn wir f\u00fcr den Gaumengenuss essen, \u00fcberessen wir uns und leiden an Verdauungsst\u00f6rungen, die unser System aus dem Gleichgewicht bringen. Der Yogi&nbsp;&nbsp;glaubt an Harmonie und isst deshalb nur zur Erhaltung seines Lebens. Er isst nicht zu viel noch zu wenig. Er betrachtet seinen K\u00f6rper als Herberge seines Geistes und bewahrt sich vor zu gro\u00dfer Verw\u00f6hnung.<\/p>\n<p>Der Charakter wird durch die Art der Nahrung, die wir zu uns nehmen, und durch die Weise, wie wir sie essen, geformt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein Yogi f\u00fcllt die H\u00e4lfte seines Magens mit Nahrung, ein Viertel mit Wasser und ein Viertel bleibt leer. Iss so viel, dass du satt bist, aber nicht so viel, dass du dich tr\u00e4ge und schwer f\u00fchlst. Dies&nbsp;entspricht damit den Erkenntnissen der modernen Ern\u00e4hrungswissenschaften.Es gibt keine besonderen Ern\u00e4hungsvorschriften f\u00fcr jemanden, der mit Asanas beginnt. Nach einer Zeit der \u00dcbung wir sich ganz automatisch das Verlangen nach nat\u00fcrlicher Nahrung in der richtigen Menge einstellen. Man muss nicht unbedingt Vegetarier werden, dringst man jedoch zu den h\u00f6heren Stufen vor, wird vegetarische Ern\u00e4hung notwenig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Ung\u00fcnstige Nahrung<br \/>\n<\/strong>Da das \u00dcben uns sehr stark energetisieren kann, ist es sinnvoll, wenn wir Nahrungs- und Genussmittel meiden, die uns noch zus\u00e4tzlich aufputschen, wie etwa scharfe Gew\u00fcrze, Kaffee und Tee.<br \/>\nDie Texte empfehlen au\u00dferdem, Zwiebeln und Knoblauch zu meiden, da deren Bestandteile und \u00e4therisch \u00d6le bei vielen Menschen so intensiv auf den Kreislauf einwirken, dass sich nicht mehr genau unterscheiden l\u00e4sst, wie die \u00dcbung und wie die Nahrung gewirkt hat.<br \/>\nNur weniges gilt als wirklich ungesund: Nahrungsmittel, die zu viel S\u00e4ure, Salz oder Pfeffer enthalten, und solche, die nicht mehr frisch oder verdorben sind.<\/p>\n<p><em>In der Hathayogapradipka steht geschrieben: Unpassende Speise nennt man: Bei\u00dfendes, Saures, Scharfes, Salziges, Heisses, Saures, Reisschleim, Sesam\u00f6l, Sesam, Senf, berauschende Getr\u00e4nke, Fische, Fleischsorten wie z.B. Ziegenfleisch, geronnene Milch, Buttermilch<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Pro und Kontra Fleisch<br \/>\n<\/strong>Ob man vegetarisch isst oder nicht, ist eine pers\u00f6nliche Angelegenheit, die von unserer Tradition und den Gewohnheiten unseres Landes sowie der Erziehung beeinflusst wird.<br \/>\nInteressanterweise findet sich kein ausdr\u00fcckliches Verbot, Fleisch zu essen, Fleischgenuss und Yoga schlie\u00dfen sich gerade im Tantrismus nicht grunds\u00e4tzlich aus. Der Grundlagentext Hathapradipika jedoch sagt, dass Fleisch und Fisch als Nahrung f\u00fcr Yogis unpassend sind.<br \/>\nDiese Einsch\u00e4tzung kann verschiede Gr\u00fcnde haben. Fleisch liegt schwerer als Gem\u00fcse im Magen und fordert viel mehr Energie f\u00fcr die Verdauung. Es verschiebt den S\u00e4ure-Basen-Haushalt des K\u00f6rpers zum Sauren hin. Nicht zuletzt kommen ethische Fragen ins Spiel, zumindest die, ob wir wirklich den Wahnsinn der &#8222;Fleischproduktion&#8220; unterst\u00fctzten wollen. Deshalb sollten wir zumindest auf kontrollierte Aufzucht achten, und wir sollten Fleisch in Massen und in Dankbarkeit gegen\u00fcber dem Wesen essen, das uns sein Leben zur Verf\u00fcgung stellt. Und vergessen wir nicht: Der Mensch kann nicht ges\u00fcnder sein als die Produkte, die er isst! Leben kann sich nur&nbsp;&nbsp;vom Lebendigen \u2013 nicht vom Toten &#8211; erhalten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>N\u00e4hrendes und S\u00fc\u00dfes &#8230;<br \/>\n<\/strong>Als geeignet benennt der Text Getreide, Milch frische und gekl\u00e4rte Butter (das indisch Ghee), braunen Zucker, Honig, Ingwer und diverse Gem\u00fcse. Gerne lesen wir: &#8222;N\u00e4hrendes und S\u00fc\u00dfes, gemischt mit zerlassener Butter und Milch, dies f\u00f6rdert die K\u00f6rpers\u00e4fte und ist f\u00fcr Yogis angenehm&#8220;. Bezogen auf unseren Lebensraum wird uns damit eine laktovegetarisch Ern\u00e4hrung empfohlen, die das Bed\u00fcrfnis nach S\u00fc\u00dfem ber\u00fccksichtigt. Wenn wir intensiv die Atemtechniken des Yoga (Pranayama) \u00fcben, sollten wir zu Beginn vermehrt Milch und Butter essen, denn diese \u00dcbungen bewirken erst einmal einigen Aufruhr im Nervensystem und regen sehr stark an. Milch und Butter helfen dann, den Organismus wieder abzuk\u00fchlen und zu beruhigen. Nach einer Weile gew\u00f6hnt sich der K\u00f6rper an das \u00dcben, und man kann zu einer weniger kalorienreichen Ern\u00e4hrung zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Ausgewogen und Ma\u00dfvoll &#8211; Mitahara<br \/>\n<\/strong>Wenn wir uns mit Yoga besch\u00e4ftigen, wird immer deutlicher, dass wir damit Ausgleich und Harmonie anstreben. Wir werden uns bewusst, was wir in unserem Leben zu stark betonen und welchen Dingen wir zu wenig Raum gew\u00e4hrt haben. Wir erfahren an K\u00f6rper, Seele und Geist, dass es uns gut tut, in allem ausgewogen zu sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ern\u00e4hrung f\u00fcr Yogis hei\u00dft folglich nichts anderes als eine ausgewogene Ern\u00e4hrung, die uns wohl tut und gut bekommt. Ausgewogen hei\u00dft aber auch, weder zu viel noch zu wenig zu essen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Menschen sind die einzigen Gesch\u00f6pfe, die essen auch wenn sie keinen Hunger haben. 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